Vereinsgeschichte

Entstanden aus einer Initiative engagierter Mütter in den achtziger Jahren hat sich das Mütterzentrum mittlerweile zu einem Treffpunkt entwickelt, den Väter genauso gerne besuchen wie Großeltern, ganze Familien, Tagesmütter und eben alle, die mit Kindern unterwegs sind. Das Mütterzentrum wird  von dem gemeinnützigen Verein Mütterzentrum Dortmund e.V. getragen. 

1986 wurde in Dortmund das erste Mütterzentrum in NRW gegründet. Es ist bis heute eines der größten Zentren mit einem breit angelegten Angebotsprofil. Gegründet von einem Dutzend Mütter als Familienselbsthilfeeinrichtung begann es mit einem offenen Treffpunkt in einem kleinen Ladenlokal in der Adlerstraße 30. Wenig später schon gelang in einem selbstorganisierten und kooperativ geleiteten Stadtteilzentrum in der Adlerstraße die Ausweitung des Treffpunkts mit zusätzlichem Angebot. Hundert Quadratmeter und ein kleiner Außenbereich standen dort zur Verfügung. Räumlich stieß der Verein aber auch hier, bezüglich Besucherinnenzahl und Angebotsmöglichkeiten, schnell an die Grenzen des Zumutbaren. Alle notwendigen und geplanten Ausweitungsversuche im Stadtteilzentrum scheiterten an fehlenden räumlichen Kapazitäten. Das Haus bot keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten mehr.

Mit einer Ausweitung des Konzepts, das eine Mischung aus gemeinnützigem Selbsthilfetreff und eigenwirtschaftlichen Einheiten vorsah, bewarb sich der Verein erfolgreich bei der Internationalen Bauausstellung IBA EmscherPark und wurde im Rahmen des Projektaufrufes "Initiative ergreifen" im Oktober 1998 in die Projektliste der IBA mit einem Projektvolumen von 2 Mio DM aufgenommen. 90% davon waren Städtebaufördermittel des Landes, der Rest von 200.000 DM mussten in Eigenleistung z.B. durch Spenden und "Muskelhypothek" vom Verein aufgebracht werden. Das Konzept stand, die Beteiligten auch und in letzter Minute wurde das passende Gebäude gefunden, in dem dieses Projekt realisiert werden konnte. Von 1999 bis 2000 fand dann der Umbau mit Hilfe des Architekturbüros Weiss aus Lünen statt.

Im August 2000 wurde das neue Domizil des Mütterzentrums bezogen. In der ehemaligen Isolierstation des einstigen Dorstfelder Krankenhauses, in der Hospitalstraße 6, sind auf ca. 600qm die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen worden.

Zu den neuen selbständigen Frauenunternehmen im Mütterzentrum zählten damals:

  • eine Hebammenpraxis
  • eine Musikschule für Kinder und Erwachsene
  • ein kleiner Secondhand-Laden
  • Beratungsangebote von Selbständigen

Außerdem zog der Landesverband der Mütterzentren NRW mit in das neue Haus.

Das Mütterzentrum baute im Zuge der Umsetzung des IBA-Projekts seine Funktion als Träger von Beschäftigungsmaßnahmen in Kooperation mit dem Sozialamt und der Agentur für Arbeit ebenfalls entscheidend aus. 15 Stellen stehen seit dem Jahre 2000 nun im Bereich der Hauswirtschaft, Haustechnik und vor allem der Kinderbetreuung für Beschäftigungsmaßnahmen zur Verfügung.

Nach 17 Jahren der finanziell sehr unsicheren Existenz sicherte die Stadt Dortmund 2002 dem Verein einen Betriebskostenzuschuss zu, der das Wirtschaften etwas leichter machte. Daneben erzielt der Verein u.a. über Vermietungen, dem offenen Cafétreff oder Basarverkäufe eigene Einnahmen. Ein weiteres Standbein bilden Spenden und Mitgliedschaften.

Die Tagesmüttervermittlung konnte im Mai 2006 nach erfolgreichen Verhandlungen mit dem Jugendamt der Stadt Dortmund beim Mütterzentrum installiert werden und wächst seither stetig.

Im heutigen Spielgruppenraum befand sich zwischenzeitlich ein Secondhand-Shop und die Räumlichkeiten wurden anschließend von dem Frauenverein "Vielfalt e.V." genutzt. Da sich mit der Aufnahme ins Aktionsprogramm der Mehrgenerationenhäuser ein weiterer Entwicklungsschritt anbahnte, mussten wir keine neuen Mieter für den Raum suchen und richteten dort unsere Spielgruppe ein.

Im Oktober 2006 wurde das Mütterzentrum in das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhaus“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als eines der ersten Projekte aufgenommen. Weitere neue Angebote konnten somit ins Programm genommen werden. Im Raum des ehemaligen Secondhandshops tummeln sich nun mehrmals wöchentlich Kinder in der Spielgruppe.

Für die nächsten vier Jahre stehen nun Mittel zur Umsetzung neuer generationenübergreifender Angebote, für zusätzlichen Kinderbetreuungsangeboten, Unterstützung von Familien, Einbeziehung der Väter u.v.m. zur Verfügung.


Aktuelles

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Kontakt

  • Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Dortmund e.V.

    Hospitalstraße 6
    44149 Dortmund

    Telefon: 0231 - 14 16 62
    Telefax: 0231 - 47 70 78 05

    E-Mail: 

    buero@muetterzentrum-dortmund.de

     

     

    Vermittlung von Tagesmüttern und -vätern

    Zweigstelle Kindertagespflege
    Westfalendamm 77
    44141 Dortmund

    Telefon: 0231 - 28 67 68 03 oder 0231 - 477 32 590
    Telefax: 0231 - 477 32 59 22

    E-Mail: kindertagespflege@muetterzentrum-dortmund.de

     

  • Spenden

    Bitte helfen Sie uns durch Ihre Spende , unser Angebot für Familien in Dortmund aufrecht zu erhalten!

  • Förderung

    Das Projekt Mehrgenerationenhaus wird gefördert vom:

     
     

  • Der Paritätische Wohlfahrtsverband

    Das Mütterzentrum Dortmund e.V. ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW.

     

  • Koordination

    Das Mütterzentrum koordiniert das Netzwerk "Beruflicher Wiedereinstieg für Alleinerziehende in Dortmund".